Author Archives: Ignaz Wrobel

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Der bewachte Kriegsschauplatz

Im nächsten letzten Krieg wird das ja anders sein… Aber der vorige Kriegsschauplatz war polizeilich abgesperrt, das vergißt man so häufig. Nämlich: Hinter dem Gewirr der Ackergräben, in denen die Arbeiter und Angestellten sich abschossen, während ihre Chefs daran gut verdienten, stand und ritt ununterbrochen, auf allen Kriegsschauplätzen, eine Kette von Feldgendarmen. Sehr beliebt sind die […]

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Der Primus

In einer französischen Versammlung neulich in Paris, wo es übrigens sehr deutschfreundlich herging, hat einer der Redner einen ganz entzückenden Satz gesagt, den ich mir gemerkt habe. Er sprach von dem Typus des Deutschen, analysierte ihn nicht ungeschickt und sagte dann, so ganz nebenbei: »Der Deutsche gleicht unserm Primus in der Klasse.« Wenn es mir […]

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Blick in ferne Zukunft

„.. Und wenn alles vorüber ist -; wenn sich das alles totgelaufen hat: der Hordenwahnsinn, die Wonne, in Massen aufzutreten, in Massen zu brüllen und in Gruppen Fahnen zu schwenken, wenn diese Zeitkrankheit vergangen ist, die die niedrigen Eigenschaften des Menschen zu guten umlügt; wenn die Leute zwar nicht klüger, aber müde geworden sind; wenn […]

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Bettschnüffler

Grzesinski ist gefallen, weil es Herr Grützner mit der Sittlichkeit hatte. Die SPD hat sich ausnahmsweise einmal zu einem entscheidenden Schritt aufgeschwungen und will den Denunzianten wegen ehrlosen Verhaltens aus ihren Reihen ausstoßen, was hoffentlich geschehen wird. Aber Herr Grützner ist nicht allein. Was ist vorgegangen –? Der Minister war verheiratet und darf sich beim […]

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Die Tscherkessen

Das war früher im Zoologischen Garten so: Da kamen zweimal im Jahr oder auch öfter wilde Völkerschaften zu Besuch und zeigten, wie es bei ihnen zu Hause zuginge. Und wenn wir nachmittags schulfrei hatten, dann kratzten wir die fünfzig Pfennig Eintrittsgeld zusammen und begaben uns zu den wilden Völkerschaften, zu den Tscherkessen im Zoologischen Garten. […]

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Berlin! Berlin!

Quanquam ridentem dicere verum Quid vetat? Über dieser Stadt ist kein Himmel. Ob überhaupt die Sonne scheint, ist fraglich; man sieht sie jedenfalls nur, wenn sie einen blendet, will man über den Damm gehen. Über das Wetter wird zwar geschimpft, aber es ist kein Wetter in Berlin. Der Berliner hat keine Zeit. Der Berliner ist […]

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